Köln, April 2025. Die Energiewende in Privathaushalten nimmt Fahrt auf. Immer mehr Deutsche entscheiden sich für eine eigene Solaranlage. Doch der Weg zur nachhaltigen Stromerzeugung führt auch durch administrative Hürden: Die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung im Marktstammdatenregister ist dabei ein entscheidender Schritt. toom Baumarkt hat die Registrierungsdaten der 50 größten Städte Deutschlands analysiert und zeigt: Während in einigen Städten die Registrierung bereits nach 20 Tagen abgeschlossen ist, müssen Personen mit neuer Anlage andernorts bis zu 93 Tage warten.
Norddeutschland führt bei Bearbeitungsgeschwindigkeit
Die Analyse offenbart große regionale Unterschiede: Lübeck erweist sich mit durchschnittlich 20 Tagen als klarer Spitzenreiter im effizienten Registrierungsprozess. Auch Osnabrück (22 Tage), Darmstadt (23 Tage) und Oberhausen (24 Tage) zeichnen sich durch ihre Effizienz aus. Im Gegensatz dazu müssen die Menschen in München mit 93 Tagen am längsten auf eine Rückmeldung warten, gefolgt von Freiburg im Breisgau mit 87 Tagen sowie Wiesbaden und Nürnberg mit jeweils 83 Tagen.
Auffällig ist: Unter den Top 10 der schnellsten Städte finden sich ausschließlich mittelgroße Städte mit Einwohnerzahlen zwischen 160.000 und 240.000. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass mittelgroße Städte möglicherweise über optimale Strukturen für schnelle Bearbeitungsprozesse verfügen.
Solardichte: Oldenburg führt, Großstädte im Mittelfeld
Neben der Registrierungsdauer hat toom auch die Solardichte in deutschen Städten untersucht. Hier zeigt sich: Oldenburg in Niedersachsen ist mit 45,61 Solareinheiten pro 1.000 Einwohner klarer Vorreiter, gefolgt von Münster (34,62), Bielefeld (32,94) und Braunschweig (32,59).
Bei den Metropolen sticht Köln mit beeindruckenden 14,9 Solareinheiten pro 1.000 Einwohner hervor. Berlin dominiert zwar mit 41.988 Solareinheiten in absoluten Zahlen, liegt aber bei der relativen Betrachtung mit 11,10 Einheiten pro 1.000 Einwohner hinter Köln. Hamburg und Frankfurt am Main bilden mit 10,26 und 9,75 Einheiten das Schlusslicht unter den fünf größten Städten.
Herausforderungen im Registrierungsprozess
Die Analyse von toom Baumarkt zeigt, dass in allen untersuchten Städten deutlich mehr Solaranlagen vor der offiziellen Registrierung in Betrieb genommen wurden. Diese Tendenz verdeutlicht die Notwendigkeit, den Registrierungsprozess zu optimieren und besser in den Installationsablauf zu integrieren. Mit der Einführung des ZEREZ-Registers am 1. Februar 2025, das als Ergänzung zum Marktstammdatenregister dient, soll die Bürokratie verringert und die Digitalisierung gefördert werden. Ob und in welchem Ausmaß das zusätzliche Register den Prozess und die Wartezeiten tatsächlich verkürzt, bleibt jedoch abzuwarten.
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Methodik der Untersuchung
Für die Analyse wurden Daten aus dem Marktstammdatenregister für die 50 größten Städte Deutschlands ausgewertet. Bei der Datenextraktion wurden spezifische Filter angewendet, darunter der Betriebsstatus „In Betrieb“ und „In Planung“ sowie der Energieträger „Solare Strahlungsenergie“. Für jede Stadt wurden wichtige Kennzahlen erhoben, wie die Gesamtanzahl der Solareinheiten, die Anzahl der Anlagen im Planungsstatus und die durchschnittliche Registrierungsdauer.
Über toom Baumarkt
Mit rund 300 Märkten im Portfolio (toom Baumarkt, B1 Discount Baumarkt und Klee Gartenfachmarkt), 18.000 Beschäftigten und einem Bruttoumsatz von rund 3 Milliarden Euro zählt toom zu den führenden Anbietern der deutschen Baumarktbranche. Das Unternehmen gehört zur REWE Group. Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von über 92 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren rund 390.000 Beschäftigten in 21 europäischen Ländern präsent. +++ Seit 2016 trägt toom das Zertifikat „audit berufundfamilie“. Mit dem „audit berufundfamilie“, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, geht toom als Arbeitgeber zukunftsorientierte Wege und unterstützt seine Mitarbeitenden in unterschiedlichen Lebensphasen und den damit verbundenen Herausforderungen.
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