Viele Firmen versuchen, ihre flexiblen Zellen 100-prozentig vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen – und scheitern damit bislang. Eine kleine Firma in Fürstenwalde will dieses Jahr mit einem alternativen Konzept groß herauskommen. Sie setzt auf eine Laminierung, die Wasser nicht nur herein-, sondern auch wieder herauslässt. Gleichzeitig will sie ihre Zellen preiswert machen, indem sie den Halbleiter ohne Vakuumprozesse herstellt.
Indium: Die CIS-Produktion hängt von der Verfügbarkeit eines silbrig weißen, weichen Schwermetalls ab – Indium. Das Element gilt als selten. Aber die Experten sind sich weitgehend einig: Selten heißt nicht automatisch knapp.
Solyndra: Über drei Jahre lang arbeitete Solyndra im Verborgenen, dann wagte das kalifornische Unternehmen einen furiosen Einstieg in den Solarmarkt – mit 600 Millionen US-Dollar Kapital und einem Angebot an innovativen Solarmodulen aus zylindrischen Röhren.
Zwei Jahre lang hat Shell in der Photovoltaik pausiert. Nun wurde in Torgau an der Elbe ein modernes Werk für Dünnschichtmodule hochgefahren, für PowerMax-Module der nächsten Generation. Gleich nebenan steht das Glaswerk von Saint-Gobain steht, Partner von Shell im neuen Joint Venture Avancis.
CIS-Dünnschichtzellen: Forscher zeigen schon seit langem, dass man mit den Zellen aus Kupfer-Indium-Selen sehr effizient Sonnenlicht zu Strom wandeln kann. Produziert wurde dieser Typ Solarzellen bisher aber erst wenig. Jetzt blasen viele Firmen zur Aufholjagd gegenüber den – in ihren Augen – anderen, ineffektiveren Dünnschicht-Alternativen, deren Ausbau schon seit zwei Jahren boomt.
Ausbildung: Im Berliner TREE-Programm gibt es für Stipendiaten aus Asien, Afrika und Südamerika Vertiefungskurse über Solartechnik und erneuerbare Energien. Die Initiative für den Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer hat gerade begonnen.
Recht: Die Betreiber einer Photovoltaikanlage in einem Mustergeflügelhof haben sich bis zum Bundesgerichtshof geklagt, um eine höhere Einspeisevergütung zu erhalten. Doch die Richter in Karlsruhe entschieden anders. Eine Fortsetzung des Prozesses ist noch offen.
Renditeerwartung 2009: Zum 1. Januar hat die EEG-Novelle zugeschlagen. Die gesetzlich vorgeschriebene Vergütung für Solarstrom sinkt um bis zu zehn Prozent. Grund genug, die Renditerechnung zu beleuchten, die am Anfang der Anlagenplanung steht. Fazit: Es ist immer noch möglich, rentable Photovoltaikanlagen zu bauen.
Montagesystem für Plattenbauten: Die Wohnungsbaugesellschaft Wittenberg kann auf den Flachdächern ihrer Plattenbauten neuerdings Photovoltaikanlagen installieren – dank Sybac Solar. Nun haben die beiden Unternehmen das größte Installationsprojekt auf ostdeutschen Wohnplattenbauten abgeschlossen.
Dachmontage: Der Dachabdichtungshersteller Sika betreibt seit Ende 2008 eine Vorführanlage mit vier verschiedenen Modultypen auf seinem Werksdach. So lassen sich die unterschiedlichen Systeme und ihre Montage direkt miteinander vergleichen.