Verband der europäischen Photovoltaik-Hersteller fordert Borussia Dortmund zum Verzicht auf Module von JA Solar auf

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Borussia Dortmund hat kürzlich angekündigt, das vereinseigene Westfalenstadion mit der weltgrößten Photovoltaik-Anlage auf einem Stadiondach auszustatten. Dabei arbeitet der börsennotierte Fußballclub mit RWE zusammen – und mit dem chinesischen Hersteller JA Solar, der insgesamt 11.000 Full-Black-Module liefern soll.

Diese Ankündigung hat nun Carsten Rohr – Co-Vorsitzender des European Solar Manufacturing Council (ESMC), gebürtiger Dortmunder und nach eigenem Bekunden leidenschaftlicher Anhänger des BVB – auf den Plan gerufen. In einem offenen Brief fordert er im Namen des Verbandes der europäischen Photovoltaik-Hersteller den Clubgeschäftsführer Carsten Cramer auf, die Verbindung zu JA Solar zu kappen.

„In den letzten 15 Jahren hat China einen erheblichen Teil der deutschen und europäischen Solarproduktion durch unfaire Praktiken zerstört – darunter massive staatliche Subventionen und die Ausbeutung von Arbeitskräften und Umwelt“, heißt es in dem Brief. „Dies zeigt sich besonders deutlich an dem Unternehmen, das Sie nun gewählt haben: JA Solar. Diese Firma wurde aufgrund ihrer Verbindungen zu Zwangsarbeit in der Region Xinjiang von den US-amerikanischen Behörden vom US-Markt ausgeschlossen.“

Durch die Partnerschaft mit JA Solar laufe der BVB Gefahr, sich mit einem Unternehmen zu verbünden, das in Praktiken verwickelt sei, die in krassem Gegensatz zu den Werten von Fairness, Integrität und Achtung der Menschenwürde stünden – „Werte, die Borussia Dortmund auszeichnen“, schreibt Rohr. Der BVB hätte gut daran getan, sich für einen europäischen Partner zu entscheiden und mit der europäischen Solarindustrie zusammenzuarbeiten.

Im vergangenen Jahr stand Borussia Dortmund schon einmal wegen einer anderen Partnerwahl in der Kritik: Viele Fans wandten sich vehement gegen einen Sponsoring-Vertrag, den der Club mit dem Rüstungsunternehmen Rheinmetall abgeschlossen hatte.

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