Die italienische Regierung hat zu Jahresbeginn mit der Förderinitiative „Transizione 5.0“ ein Programm aufgelegt, das Steueranreize für Photovoltaik-Installationen mit Modulen „made in EU“ setzt. Davon profitiert jetzt Meyer Burger: Der Zell- und Modulhersteller beliefert OST Solar mit Modulen für den italienischen Markt, die im Meyer-Burger-Werk im sächsischen Freiberg gefertigt wurden.
OGT Solar vertreibt Photovoltaik-Produkte wie Module, Wechselrichter und Speichersysteme in Italien und darüber hinaus. Das bei Turin ansässige Unternehmen ist Tochter von OGT, ein Hersteller von Maschinen für die Glasproduktion.
Die Höhe der Steuergutschrift ist gestaffelt, abhängig vor allem vom Wirkungsgrad. Die Module von Meyer Burger erfüllen nach eigenen Angaben die Anforderungen der höchsten Förderstufe, die einen Zellwirkungsgrad von mindestens 24 Prozent verlangt. Zudem müssen sie bifaziale Zellen enthalten, die – wie das Modul selbst – in der EU gefertigt worden sind.
Einen ähnlichen Liefervertrag für den italienischen Markt hat Meyer Burger kürzlich mit dem Großhändler Memodo geschlossen.
„Der italienische Solarmarkt bietet derzeit eine einzigartige Chance für Hersteller, die noch in Europa produzierte Produkte verfügbar haben“, sagt Sven Stoffers, Vertriebsleiter bei Meyer Burger. Gezielte Förderprogramme treiben die Nachfrage nach in der EU produzierten Modulen an, schaffen faireren Wettbewerb und geben der heimischen Solarindustrie neuen Auftrieb, so Stoffers.
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Meyer Burger muss ja gefühlt etliche Stadthallen voller fertiger PV-Module haben , denn es ist tatsächlich ein Verkauf von vorproduzierten Modulen .
Langfristig kann nur die Wiederaufnahme einer profitablen Modulproduktion in Europa die jetzige Unternehmensform , also die AG, stabilisieren.
Vielleicht schafft es MB zukünftig auch mit den Solar-Tiles in den Markt zu grätschen , der bislang von Standardmodulen im Türformat beherrscht wird .
Vermutlich wird der Wunsch nach ästhetischen PV-Dächern zunehmen, da die jetzigen Module „Modell: Elektrizitätswerk im Industriegebiet “ nicht jedem Häuslebesitzer als Dachaufwertung zusagen. Immerhin haben die PV-Dächer eine aktive Zeit über Jahrzehnte, und da wäre es schon irgendwie schön ,wenn einige PV- Dächer nicht von der Stange sind.