Am 24. Juni bietet der pv magazine Focus 2026 kompakte Experteneinblicke zu bankfähigen BESS-Projekten und optimiertem Energiemanagement für Residential- und C&I-Anwendungen in Europa.

Die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, Ursula Heinen-Esser, vermisst in der aktuellen Energiepolitik den roten Faden. In der neuen pv magazine Podcast-Reihe „Stimmen der Energiewende“ diskutieren wir mit ihr unter anderem über Netzpaket, EEG, Kraftwerksstrategie und den Kapazitätsmarkt für Gaskraftwerke.
Wer sich derzeit mit Batterieenergiespeichersystemen beschäftigt, gewinnt schnell den Eindruck eines Boommarktes. Mehr als 600 Gigawatt Netzanschlussanfragen, über 70 Gigawatt genehmigte Anschlusskapazitäten und Vermarktungsmodelle mit kurzen Amortisationszeiten prägen die öffentliche Wahrnehmung. In vielen Projektpräsentationen ist von Erlösen in Höhe von 200.000 Euro pro Megawatt und Jahr oder mehr die Rede. Batteriespeicher erscheinen damit als attraktive […]
Die Energiewende scheitert nicht am Mangel neuer Kraftwerke, sondern an der mangelnden Koordination bestehender Energieanlagen. Industriestandorte entwickeln sich zunehmend zu komplexen Energiesystemen mit Photovoltaik, Speichern, thermischen Prozessen und flexiblen Produktionslasten. Entscheidend wird die Fähigkeit, diese Assets systemisch zu orchestrieren und flexibel auf volatile Strommärkte zu reagieren, wie Flexality-Mitbegründer Dyke Wilke erklärt.
Die aktuellen, sonnenreichen Tage legen die Schwächen unseres derzeitigen Systems offen. Wir haben Energie im Überfluss, aber wir können sie nicht nutzen. Ist das der Fehler der Energiewende oder eines veralteten Systems?
Flexible Netzanschlussvereinbarungen und dynamische Netzentgelte sollen beide netzdienliches Verhalten fördern, doch niemand stellt sicher, dass sie sich nicht gegenseitig konterkarieren und somit Investitionen in Deutschland ausbremsen, meint Thorsten Klöpper, Managing Director Deutschland von Voltwise Power.
Warum das Potenzial von schwimmenden Photovoltaik-Anlagen nicht allein in der Reduktion von verdunstetem Wasser liegt, erklärt Paul Fabianek von der RWTH Aachen University.
Im Labor »Pero-Si-SCALE« lassen sich innovative Zelldesigns auf industrielle Formate hochskalieren. Die Perowskit-Silizium-Tandemtechnologie gilt dabei aus Sicht der Freiburger Forscher als doppelter Hoffnungsträger: zum einen für noch effizientere Solarmodule, zum anderen für einen Wiedereinstieg europäischer Hersteller in die Photovoltaik-Produktion.
Der Zwei-Stunden-Batteriespeicher in Balzhausen gehört zu den größten in Schwaben. Mindestens fünf weitere Speicherprojekte will Green Flexibility in diesem Jahr noch realisieren.
Wenn Strompreise tief ins Negative fallen, wie zuletzt am Feiertagswochenende, wird Flexibilität zur Einnahmequelle. In anderen europäischen Märkten verdienen Haushalte mit Batteriespeichern und Elektroautos bereits aktiv mit. Im Interview erklärt Jan Hicl, CPO bei Delta Green, wie das Geschäftsmodell funktioniert.
Die Preise für Stromabnahmevereinbarungen sind weiter rückläufig. Gerade große Photovoltaik-Freiflächenanlagen ohne Batteriespeicher stehen unter einem zunehmenden Erlösdruck. Wenn PPAs in Deutschland geschlossen werden, dann vermehrt mit kurzen Laufzeiten unter fünf Jahren, wie die Analyse der Deutschen Energie-Agentur zeigt.
Ein weiterer Rückgang bei privaten Photovoltaik-Anlagen war zu Jahresanfang zu verzeichnen, der Verband warnt deshalb das Bundeswirtschaftsministerium vor weiteren Einschnitten. Dagegen sind Batteriespeicher stark im Aufwind und ihr Zubau lag um 67 Prozent über dem Vorjahresquartal.
R Power hat seinen Vermarktungsvertrag mit Axpo um einen weiteren 300-Megawatt-Speicher erweitert. Die Vereinbarung tritt mit Beginn des kommerziellen Betriebs in Kraft und läuft bis Ende 2038.
Die Projekte von Suncatcher werden insgesamt über eine Photovoltaik-Leistung von 34,5 Megawatt sowie eine Batterieleistung von 12 Megawatt und eine Speicherkapazität von 24 Megawattstunden verfügen. Der Vertrag zur Vermarktung läuft bis 2031.
Der Anbieter der „SolidFlow“-Batteriespeicher hat nach eigenen Angaben mit der Finanzierung die Unicorn-Bewertung von einer Milliarde Euro überschritten. Mit dem Kapital sollen der Ausbau der Produktion in Europa und den USA sowie die Umsetzung erster kommerzieller Projekte beschleunigt werden.
Zu den Folgen des Stromausfalls zählen unter anderem ein Anstieg der installierten Leistung bei Batteriespeichern um 589 Prozent zwischen April 2025 und April 2026, die Einbeziehung erneuerbarer Energien in die Spannungsregelung, eine stärkere Rolle von Gas im Erzeugungsmix sowie weitere Fortschritte beim Ausbau der Verbindungsleitungen.
Das Speicherprojekt mit 250 Megawatt Leistung soll im Nordwesten Deutschlands entstehen, wo viel Strom aus Offshore-Windparks ins Netz eingespeist wird. Noveria Energy unterschrieb dafür den Anschlusserrichtungsvertrag mit Tennet.
Die Kosten für klassische Aufdach-Photovoltaik und Speicher seien zuletzt deutlich gesunken, heißt es zur Begründung. Das neue, mit 7 Millionen Euro ausgestattete Programm soll deshalb gezielt kostenintensive oder in der Umsetzung komplexe Vorhaben unterstützen.
Bis zum 1. Juli sollte laut Ankündigung von CDU/CSU und SPD das neue Gebäudemodernisierungsgesetz in Kraft treten. Dieser Termin, soviel ist bereits sicher, wird gerissen. Deshalb sollen Fristen für die im noch geltenden Gebäudeenergiegesetz verankerte 65-Prozent-Regel nun verschoben werden.
Zunächst befristet bis Ende 2028 soll die neue Stelle Projektierer und Kommunen unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf den Planungs- und Genehmigungsprozessen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen.
In Spanien erhält Sunwafe von den asturischen Behörden die Genehmigung für einen 30 Hektar großen Standort. In den Niederlanden bekommt eine von Resilicon geplante Fabrik zur Herstellung von 13 Gigawatt Polysilizium den NZIA-Status.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Referentenentwurf für ein Gesetz zur Sicherung der Versorgungssicherheit Strom und zur Bereitstellung neuer Kapazitäten in die Verbändeanhörung gegeben. Der BSW-Solar kritisiert, dass weiterhin keine fairen Wettbewerbsbedingungen für Batteriespeicher enthalten sind. Bei Transnet BW ist man zufrieden, dass der Südbonus weiterhin vorgesehen ist.
Mit dem “AMAG Energy Flexpool” können bestehende Photovoltaik-Anlagen aus Gewerbe, Industrie oder von Mehrfamilienhäusern nun ohne neue Hardware und vollständig remote am Schweizer Regelenergiesystem partizipieren. Der Eigenverbrauch soll dabei uneingeschränkt möglich bleiben.
Das Amtsgericht Leipzig bestellte Reinhard Klose von der Kanzlei Flöther & Wissing zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er erklärte pv magazine, dass der Insolvenzantrag von einer Krankenkasse und nicht von Priwatt-Management gestellt wurde. (Update)
70 Mitarbeiter sind von dem Insolvenzverfahren betroffen. Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits und sollen für den Erhalt der Arbeitsplätze sorgen.
Die Dauner Energieprojekte AöR suchte in einem europaweiten Vergabeverfahren nach einem strategischen Partner. In der AöR sind 150 Hektar Potenzialflächen der Verbandsgemeinde Daun gebündelt, auf denen 12 Photovoltaik-Anlagen mit Grünstromspeichern und einer Gesamtleistung von 400 Megawatt entstehen sollen.
Münchner Wohnen und die Stadtwerke München haben das Projekt gemeinsam realisiert. Etwa 1000 Haushalte können damit nun Solarstrom vom eigenen Dach beziehen.
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller teilte mit, dass seine Topcon-kompatible Hybrid-Solarzelle mit Rückkontakt einen Wirkungsgrad von 28,0 Prozent erreichte. Das Ergebnis ist vom Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) bestätigt worden.
Chinas Solarindustrie hat unter der Federführung von Trina Solar, JA Solar und Jinkosolar ihren ersten auf TOPCon-Technologien ausgerichteten Patentpool ins Leben gerufen, um die Lizenzvergabe zu vereinfachen, Streitigkeiten zu reduzieren und die Koordinierung im Bereich des geistigen Eigentums im In- und Ausland zu stärken.
Die Fraunhofer-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, das färbende Photovoltaik-Folien mit transparenten Aussparungen versieht. Das macht es möglich, Muster zu erzeugen. So können Hersteller etwa die Optik von Dachziegeln imitieren oder Firmenlogos auf Module bringen, so das Fraunhofer ISE.
Den Wissenschaftler zufolge werden zwar Fluorpolymere in bestimmten Komponenten wie Rückseitenfolien oder Beschichtungen verwendet. Es gibt aber keine gesicherten Belege dafür, dass PFAS aus Modulen auslaugen. Die Forscher weisen zudem auf die weit verbreitete Verwirrung hinsichtlich der verschiedenen PFAS-Typen hin und fordern eine klarere Kommunikation.
Zwölf Millionen Schweizer Franken Förderung stehen für energie- und ressourceneffiziente Industrieprozesse zur Verfügung, wozu auch das Recycling von Solarmodulen und Batterien zählt. Die Bewerbungsfrist für Konsortien läuft bis zum 30. Juni.
Das Unternehmen Lade hat das neue System „LADE one“ vorgestellt, mit dem ein- und dreiphasig bis zu 22 Kilowatt geladen werden kann. Zudem ist es hardwareseitig bereits vorbereitet, um in großen Ladeparks künftig auch das bidirektionale Laden anbieten zu können.
Die Ermittlungen der Finanzpolizei haben ergeben, dass eine Gruppe von sieben Tochtergesellschaften, die einem deutschen Betreiber unterstehen, den GSE betrogen hat, indem sie durch künstliche Aufteilung unrechtmäßig Fördermittel erhalten hat. Zudem soll das Unternehmen Steuern hinterzogen haben, indem es den Firmensitz fiktiv ins Trentino verlegt hat.
Am Standort Kippenheim sind die ersten 3,3 Megawatt fertiggestellt. Der Solarstrom wird direkt für die betrieblichen Logistik- und Fahrzeugprozesse genutzt. Bis Ende des Jahres sollen es fast 24 Megawatt werden.
Die Bundesnetzagentur hat klargestellt, dass für Photovoltaik-Dachanlagen mit Zuschlag in der Juni-Ausschreibung noch keine Netzentgelte mit Finanzierungsfunktion gezahlt werden müssen. Anscheinend gab es entsprechende Befürchtungen potenzieller Bieter.
Nahezu alle Photovoltaik-Freiflächenanlagen aus den drei Ausschreibungsrunden 2023 sind realisiert worden. Dies liegt deutlich über dem Durchschnitt. Solche und weitere Auswertungen bietet das Start-up Ohmnify auf seiner Plattform.