SMA rechnet erst 2016 wieder mit schwarzen Zahlen

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Der Markteinbruch in Europa, ein schwaches Geschäft in China und Sondereffekte bescheren dem Wechselrichter-Hersteller SMA deutliche Verluste im Jahr 2014. Das operative Ergebnis EBIT für 2014 ist ein Verlust von 164,9 Millionen Euro (2013: minus 89,1 Millionen Euro). Darin sind auch Rückstellungen für den von SMA geplanten Personalabbau enthalten.
Der Umsatz sank laut Unternehmen unter anderem aufgrund eines starken Preisdrucks um rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 805,4 Millionen Euro. Die Nettoliquidität des Unternehmens in Höhe von 225,4 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von 46,8 Prozent bezeugen laut SMA aber eine bilanziellen Stabilität.
76 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete SMA im vergangenen Jahr im Ausland. Wichtigste Märkte waren dabei Nordamerika, Australien, Japan und Großbritannien. Der Absatz in diesen Ländern konnte die gesunkene Nachfrage in Europa und China allerdings nicht kompensieren.
„Mit der Geschäftsentwicklung 2014 sind wir nicht zufrieden“, erklärt SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Allein in Deutschland habe sich die Nachfrage im letzten Jahr durch politische Entscheidungen erneut nahezu halbiert. Für das laufende Geschäftsjahr rechne SMA in Deutschland mit einem weiteren Rückgang der Photovoltaik-Neuinstallationen.
„Um bereits ab einem Umsatz von 700 Mio. Euro wieder Gewinne erwirtschaften zu können, planen wir umfangreiche Transformationsmaßnahmen“, so Urbon weiter. In diesem Zusammenhang sei ein Abbau von weltweit etwa 1.600 Vollzeitstellen leider unumgänglich. Der Stellenabbau könne voraussichtlich ohne betriebsbedingte Kündigungen realisiert werden. „Die Personalanpassungen sind für SMA sehr schmerzhaft, aber für die Rückkehr zur Profitabilität leider unumgänglich.“
Im ersten Quartal 2015 will SMA die Verluste verringern und auf 5 bis 10 Millionen Euro beschränken. Das zweite Quartal startet laut SMA solide mit einem Auftragsbestand von mehr als 150 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2015 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von 730 bis 770 Millionen Euro, das operative Ergebnis EBIT werde ein Verlust von 30 bis 60 Millionen Euro. Im Jahr 2016 soll das Ergebnis dann wieder positiv werden. (Mirco Sieg)

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